Vorurteile gegenüber Studenten
Allgemein,  Für Anfänger,  Für Fortgeschrittene,  Kennt ihr das?

Vorurteile gegenüber Studenten und dem Studium Teil 3

Hier im dritten Teil meiner Serie über die Vorurteile, mit denen Studenten häufig konfrontiert werden, geht es also um folgendes:

 

4. Studenten sind Sozialschmarotzer

 

Typische Klischees über Studenten:

Sie sind faul,

leben von bafög

verschlafen am liebsten den ganzen Tag

und setzen wenn überhaupt nur selten einen Fuß in die Uni.

Klingt schon nach Schmarotzern.

Das gleiche geschieht ja auch, wenn man an Harz-IV Empfänger denkt. Dass die Klischees nicht immer auf jeden zutreffen, steht meist auf einem anderen Blatt. Menschen neigen ja gewissermaßen zu Übergeneralisierungen. (Auch ein Begriff, den ich im Studium gelernt habe)

Einkommen

Dabei wird gerne vergessen, das Bafög für Studenten nicht geschenkt ist wie die Berufsausbildungsförderung. Manche kennen das vielleicht noch von schulischen Ausbildungen. Das Bafög, das Studierende erhalten, wenn sie denn welches erhalten, muss zurück bezahlt werden. Wenn das Studium erfolgreich beendet wurde, wird die Hälfte des insgesamt ausgezahlten Betrages bezahlt (bis zu einer bestimmten Obergrenze). Wenn das Studium nicht mit einen Abschluss beendet, sondern abgebrochen wurde, wird der gesamte bis dahin ausgezahlte Betrag zurück gezahlt.

Wie viel Geld ein Student bekommt, wird anhand des Einkommens der Eltern berechnet. Einen Beitrag mit mehr Einzelheiten über das Bafög werde ich hier verlinken, sobald er geschrieben ist.

Wenn ein Student überhaupt Bafög bekommt ist es nicht geschenkt und meistens zu wenig. Viele bekommen überhaupt kein Bafög, weil die Eltern zu „gut“ verdienen.

Es gibt auch noch den Fall des elternunabhänigen Bafögs, bei dem die Gehälter der Eltern nicht relevant für die Berechnung sind. Es liegt normalerweise beim Höchstsatz. Egal welches Bafög jemand erhält, es ist in NRW nie mehr als 750 Euro. Zum Leben reicht das eventuell, wenn man eine kleine Wohnung hat und relativ anspruchslos und asketisch lebt. Es funktioniert auch mit 1000 Euro zwei Studenten zu finanzieren aber davon in einem anderen Beitrag mehr.

 

Wohnen

Jeder der schon einmal versucht hat, in einer Studentenstadt eine günstige Wohnung im Zentrum, mit guten Anbindungen und Einkaufsmöglichkeiten (nicht Zara und Mango sondern Lidl und Rewe) zu finden, der weiß, dass so eine Wohnung teuer ist.

Auch Studentenwohnheime, wenn es denn welche gibt, sind nicht unbedingt günstig. Ich habe hier in meiner Stadt schon von Wohnheimzimmern ohne eigenes Bad gehört, die 300 Euro und mehr kalt kosten. Das schlimme daran ist, das dann trotzdem noch der Strom abgestellt werden kann, weil die im Ausland ansässige Hausverwaltung die Rechnungen nicht bezahlt hat… Man hört viele gruselige Geschichten und ist froh wenn man seine Wohnung gefunden hat.

 

Wenn man dann bedenkt, dass vom Rest des geringeren Bafögs auch noch Nahrungsmittel gekauft werden müssen und man eventuell auch mal irgendwo einen Kaffee trinken möchte (macht man das noch?) dann bleibt am Ende des Monats nicht viel übrig.

 

Kann man hierbei wirklich von schmarotzen reden? Ihr könnt mir ja einen Kommentar da lassen!

P.S. vielleicht interessieren euch ja auch die anderen Vorurteile, über die ich in den letzten 2 Wochen geschrieben habe, schaut einfach mal nach!

 

P.S. Du willst auf dem Laufenden bleiben und immer direkt erfahren, wenn es neue Inhalte auf Studiphie.de gibt? Dann abonniere noch schnell den Newsletter auf der rechten Seite oder folge @Studiphie auf Instagram!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.