Studieren gegenüber Arbeiten gehen
Allgemein,  Für Anfänger,  Für Fortgeschrittene,  Kennt ihr das?

Studieren vs. Arbeiten

Viele, die gerade erst ihr Abitur in der Tasche haben und wahrscheinlich von denen die schon studieren, stellen sich wahrscheinlich die Frage, wie es ist, zu arbeiten und wie ihr zukünftiger oder auch einfach irgendein Arbeitsalltag aussieht. So einen normales 8-Stunden Arbeitstag haben bis dahin wahrscheinlich die wenigsten erlebt, wenn sie sich bis dahin nur in der Schule bzw. der Uni aufgehalten haben.

Was sind denn dann also die Unterschiede?

Was verlangen Arbeit und Studium?

Zuerst einmal kommen in den beiden verschiedenen Situationen verschiedene Ansprüche auf einen zu. Beim Studium muss man theoretisch nicht viel machen, allerdings dauert das Studium dann ziemlich lange. Auf der Arbeit bekommt man für gewöhnlich Aufgaben, welcher und was für Aufgaben hängt natürlich vom jeweiligen Beruf/Job ab. Diese Aufgaben sollen dann meist innerhalb einer bestimmten Zeit und mit einem bestimmten Ergebnis erledigt werden. In der Schule war es meist so, dass nicht erledigte Aufgaben keine wirkliche Konsequenz hatten. Wenn man auf der Arbeit seine Aufgaben nicht erledigt, bekommt man aber ziemlich schnell ein Problem. Der Chef wird es sich nicht unbedingt lange anschauen, wie jemand wenig oder nicht arbeitet. Hier hat das dann die Konsequenz, dass man seinen Arbeitsplatz räumen muss, wenn man seine Arbeit nicht leistet. Dabei handelt es sich schließlich um einen Vertragsbruch.

Welche Leistungen müssen erbracht werden?

Das bringt mich dann auch zum nächsten Punkt. Der Besuch der Uni ist eine freiwillige Bildungsmaßnahme, die nicht in Anspruch genommen werden muss. Die Schule besucht man im Gegensatz dazu bis zum 18. Lebensjahr auch gezwungenermaßen da es in Deutschland bis zu diesem Alter eine Schulpflicht gibt. Hier hat es Konsequenzen wenn sich Minderjährige von der Schule fern halten. Bei der Arbeit ist es ähnlich. Zu Beginn unterschreibt man einen Arbeitsvertrag, in dem festgelegt wird, unter welchen Bedingungen gearbeitet werden soll. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Verträgen. Im ersten Fall ist, wie der Name schon sagt, der Vertrag auf eine bestimmte Zeitspanne befristet, in der man die Stelle innehat. Danach kann dann neu verhandelt und der Vertrag verlängert werden, falls das nicht geschieht endet der Vertrag einfach und man muss sich eine neue Stelle suchen. Bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag ist das nicht so.

Gehalt

Logisch ist natürlich, dass man, während man arbeitet, Geld verdient. Wie viel man verdient, hängt von der Stelle ab und davon, welche Qualifikationen für die Ausübung der Arbeiten benötigt werden. Bei einem Studium verdient man kein Geld. Im Gegenteil. Die Studenten, die nicht gerade von ihren Eltern voll finanziert werden können, müssen schauen, wo das Geld für Nahrungsmittel und Konsumgüter herkommt. In Deutschland ist es so, dass Schüler auch kein Geld verdienen. In Lichtenstein bekommen Schüler von der Schule Geld für ihren Besuch. Vielleicht sollte Deutschland über eine ähnliche Maßnahme nachdenken…

„Arbeitszeiten“

Die Zeit, die man für die 3 hier diskutierten Aktivitäten aufwenden muss, unterscheidet sich ebenfalls. Zur Schule geht man normalerweise von morgens bis nachmittags. Am Wochenende muss man nicht in die Schule und es bleibt in der Regel viel Freizeit, auch wenn einem das manchmal anders vorkommt. In der Uni hängt der Freizeitanteil stark davon ab, wie viel man für die Uni tut. Besucht man vielleicht sogar mehr Veranstaltungen im Semester als man laut Modulplan müsste, kann man schnell lange in der Uni sein. Und dann kommen ja auch mehr Klausuren… Belegt man pro Semester weniger Veranstaltungen als das Modulhandbuch vorgibt, hat man mehr Freizeit, muss unter Umständen aber auch länger studieren. Es dauert also länger, bis man endlich Geld verdient. Arbeitet in Vollzeit, bedeutet das normalerweise 40 Stunden arbeiten in der Woche.  Die Arbeitszeiten unterscheiden sich auch von Beruf zu Beruf. Während Erzieher zum Beispiel eher früh anfangen, kann man im Einzelhandel auch schon mal Spätschicht haben zu der man dann erst um 12 Uhr mittags anfängt zu arbeiten. Wann man seine täglichen ca. 8 Stunden leistet ist aber eigentlich nebensächlich. Hier kommt es darauf an, das man jeden Tag (5 Tage die Woche) 8 Stunden lang arbeiten muss.

Meine Erfahrung

Aus eigener Erfahrung kann ich hier auch berichten. Im Vergleich zum Arbeiten in einer Vollzeitstelle kommt mir das Studium (auch wenn ich mehr pro Semester belege als nötig) manchmal vor wie Urlaub. Natürlich haben andere Studenten da eine andere Meinung und die will ich hier nicht schlechtreden. Ich finde es nur auch den Leuten ungerecht gegenüber, die tatsächlich wissen was es heißt, Vollzeit zu arbeiten, wenn jemand der wenig für die Uni tut und einen normalen Arbeitsalltag nicht kennt, sich über zu wenig Zeit beschwert.

Wie seht ihr das denn? Habt ihr vielleicht auch schon Erfahrungen auf beiden Seiten der Medaille gemacht und könnt von davon berichten? Macht das doch in den Kommentaren!

 

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