Nach Gehalt studieren?
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Nach Gehalt studieren?

Was ich eigentlich meine: Soll ich lieber das studieren, was mir Spaß macht oder das, womit ich hinterher am meisten Gehalt bekommt?

Diese Frage stellt sich wahrscheinlich jeder der über ein Studium nachdenkt früher oder später. Ich habe natürlich auch darüber nachgedacht. Und ich will mich nicht damit rühmen eine optimale Lösung gefunden zu haben. Aber ich habe immerhin eine gefunden, mit der ich leben kann. Aber dazu am Ende mehr.

Nur weil man ein Studium abgeschlossen hat bedeutet das nicht zwangsläufig, dass man danach gut verdient. Und genau darum geht es hier, das zukünftige Gehalt.

So gibt es Abschlüsse, mit denen man besser verdient, als mit anderen. Und umgekehrt. Das muss jetzt nichts heißen, aber ich frage mich: warum soll ich jahrelang studieren um danach das gleiche Gehalt zu bekommen, wie jemand mit einer Ausbildung in einem anderen Beruf?

Wenn ich also nur nach dem zukünftigen Gehalt gehe, wenn ich meinen Studiengang auswähle, kann es aber passieren, dass mir der Studiengang nur ein bisschen oder gar keinen Spaß macht.

Und jetzt?

Mit welchen abgeschlossenen Studiengängen verdient man denn gut? Hier eine kleine Liste zu den aktuellen (2018) Einstiegsgehältern:

  • Bis zu 25000 Euro brutto pro Jahr: Design, Gestaltung & Medien, Übersetzung
  • 30 – 40000 Euro brutto pro Jahr: Forschung, Logistik, Transportwesen, Psychologie, Consulting, Wirtschaft, Kommunikation, Digitalisierung, Buchhaltung, Journalismus, Bildung & Sozialwesen
  • Mehr als 40000 Euro brutto pro Jahr: Naturwissenschaften, Finanz- & Versicherungswesen, Ingenieurwesen & Technik, Automatisierungstechnik, IT & Development und Gesundheit

Zur Erinnerung und Orientierung: 32000 Euro brutto im Jahr sind bei Steuerklasse 1 ca. 1700 Euro netto Gehalt  im Monat.

Ich kann dir jetzt nur sagen, wie ich es gemacht habe. Ich habe mir zuerst überlegt, was mich überhaupt interessiert. Dabei habe ich festgestellt, dass mich fast nichts interessiert. Eigentlich gibt es für mich nur einen Bereich. Einen, der mich so interessiert, dass ich immer mehr wissen und können will. Vielleicht hast du ja mehrere Dinge, die du gut findest, vielleicht bist du aber auch wie ich.

Völlig egal eigentlich. Wenn du etwas gefunden hast, und sei es nur „Technik“ oder „Bauen“ oder „Lesen“ dann informier dich darüber, was man damit beruflich machen könnte.

Du solltest dich über Berufe, die in deinen Interessenbereich fallen, genau informieren. Dann kannst du vielleicht schon sagen, was zu dir passen könnte.

Bei mir war der Beruf, der zu meinen Interessen am besten gepasst hat Journalistin. Ich würde das immer noch wahnsinnig gerne machen aber ich habe mich bewusst dagegen entschieden. Ich habe mich nämlich über die Arbeitsbedingungen von Journalisten schlau gemacht und festgestellt, dass dort viel über Freelancer-Verträge läuft. Das bedeutet, dass jemand für die Zeit eines Projekts bei einem Verlag oder einer Zeitung angestellt ist und danach nicht mehr. Man hangelt sich also von Projekt zu Projekt und muss schauen, wo im nächsten Monat das Geld herkommt. Leider gibt es in dieser Branche nicht mehr viele Festanstellungen.

Das war für mich aber der eigentliche Grund, ein Studium zu beginnen. Ich will keine befristeten Verträge mehr und ich will wissen wo ich in 10 oder 20 Jahren bin (hier geht’s um das Prinzip und nicht darum, wie realistisch das jetzt ist). Die Journalistin passte also nicht zu meinem persönlichen Plan.

Ich habe mich also für Deutsch auf Lehramt entschieden. Jeder kann jetzt sehen wie er will, ob das zur Journalistin passt. Ich finde, dass was mir wichtig ist, kommt in beiden Berufen vor.

Was ich aber eigentlich damit sagen will: Diese Entscheidung war für mich zwar ein Kompromiss, ich halte diesen aber für vernünftig in Anbetracht der Pläne die ich habe.

Wenn man in deinem Traumberuf jetzt kein Gehalt von 40000 Euro brutto pro Jahr hat, du aber darin aufgehst und dir das Geld nicht so wichtig ist, dann mach es.

Ist dir das Geld wichtig oder die Sicherheit, dann kann es nicht schaden, auch auf das zukünftige Gehalt zu achten. Wenn man hinterher vom Gehalt negativ überrascht wird ist meist leider schon zu spät.

Erklärung:

Ich weiß, dass dieses Thema kontrovers ist. Jeder darf natürlich studieren, was er möchte und kann seinen Studiengang nach seinen eigenen Kriterien aussuchen. Hier werden nur Tipps gegeben,  die aus meiner Sicht sinnvoll erscheinen und teile meine eigenen Erfahrungen. Ich habe außerdem den Weg beschrieben, der für mich funktioniert hat. Ich erwarte nicht, dass dieser Weg für jeden der richtige ist und das behaupte ich auch nicht. Bist du anderer Meinung, dann ist das auch in Ordnung.

Möchtest du etwas Wichtiges zu diesem Thema loswerden? Schreib es unbedingt in die Kommentare!!!

 

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