Umziehen fürs Studium
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Umziehen fürs Studium Teil 2

Eigene Wohnung, WG-Zimmer oder Studentenwohnheim?

Du willst also wirklich für dein Studium umziehen und kannst dir das auch leisten. Ob du innerhalb der Stadt in der du schon wohnst umziehst, oder ganz woanders hin, ist erstmal egal. Wenn du aber definitiv umziehen willst musst du dir nur noch überlegen:

Umziehen in eine eigene Wohnung, ein WG-Zimmer oder ein Studentenwohnheim?

Jede dieser drei Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Und genau darum geht es heute.

Die eigene Wohnung:

+ du hast deine ersten eigenen 4 Wände und kannst lernen selbstständig zu leben. Für mich war das immer eine große Sache und ich wollte immer gerne auf eigenen Beinen stehen.

+ du bestimmst deinen Tagesablauf selbst. Niemand sagt dir, wann du putzen sollst oder wann es was zu essen gibt. Du triffst ab jetzt die Entscheidungen.

+ Du kannst deine eigene Wohnung so gestalten, wie du es gerne möchtest.

+ Aus diesen und weiteren Gründen hat für mich eine eigene Wohnung immer Freiheit bedeutet.

  • Wenn du eine Wohnung mietest, unterschreibst du einen Mietvertrag und musst dich an den Vertrag halten. Das bedeutet unter anderem, dass du diene Miete bezahlen musst, den Hausflur putzen musst, die Mülltonnen an die Straße stellen etc.
  • Du stehst mit deinem unterschriebenen Mietvertrag aber auch in der Verantwortung für die Immobilie. Wenn etwas mit der Wohnung passiert dann stehst du dafür gerade. Außer es ist im Vertrag anders geregelt.
  • Egal ob du entscheiden kannst, wann du die Wohnung putzt, du musst sie auf jeden Fall putzen.
  • Niemand sagt dir, was du tun sollst. Auch nicht, wenn du das manchmal brauchen würdest. Wenn du von selbst nicht den Hintern hoch bekommst, wird dir niemand sagen das du endlich anfangen solltest (das klingt jetzt, als wäre man ganz auf sich gestellt aber man ist natürlich nicht alleine sondern hat wahrscheinlich Kontakt zur Familie und Freunden).

Eine eigene Wohnung kann sowohl ein Segen als auch ein Fluch sein. Es kommt ganz darauf an, was für ein Typ du bist. Wenn du sowieso schon sehr eigenständig bist und Lust auf eine Herausforderung hast ist eine Wohnung genau das richtige. Auch wenn du noch nicht so selbstständig bist, eine eigene Wohnung ist die beste Möglichkeit um zu lernen für sich selbst zu sorgen.

Das WG-Zimmer:

+ du mietest hier nur ein Zimmer in der Wohnung und teilst dir das Badezimmer und die Küche sowie eventuell einen „Aufenthaltsraum“ mit deinen Mitbewohnern

+ meistens ist jemand da, wenn du jemanden zum Reden brauchst

+ in WGs können sich tolle Freundschaften entwickeln, die über Jahre halten können

+ ihr teilt euch die Arbeiten im Haushalt wie putzen und kochen oder es gibt Pläne dafür

+ Ein WG-Zimmer kann günstiger sein als eine eigene Wohnung, muss es aber nicht

+ Um Internet, Strom oder Heizung musst du dir keine Gedanken machen weil das schon organisiert ist

  • Auch wenn du vielleicht mal alleine sein möchtest, es ist wahrscheinlich immer jemand zu Hause. Deine Mitbewohner haben schließlich auch das Recht, in der Wohnung zu sein.
  • Es ist nicht garantiert, dass du deine Mitbewohner magst oder dass sie dich mögen. Normalerweise sprecht ihr bei der Besichtigung miteinander und deine Mitbewohner würden sich nicht für dich entscheiden, wenn sie dich blöd finden (außer sie können alleine die Miete nicht bezahlen…)
  • Wer bezahlt es, wenn jemandem etwas zur Miete fehlt? Ich habe schon viele Geschichten von WGs gehört und in vielen gab es immer den/die eine/n Mitbewohner/in dem/der jeden Monat etwas zur Miete gefehlt hat…
  • Wer bezahlt kaputte Gegenstände wie Gemeinschaftsmöbel oder sowas wie die Waschmaschine (die wahrscheinlich schon vor dir in der WG war)
  • Jeder ist verschieden und hat eine andere Meinung und das ist auch gut so. Aber es kann immer jemanden geben, dem etwas nicht passt.
  • Es gibt auch wirklich schlechte Mitbewohner. Es gibt Leute die sich an keinen Putzplan halten, den anderen das Essen aus dem Fach im geteilten Kühlschrank klauen, eine Sauerei im Badezimmer nicht weg machen, sehr lauten nächtlichen Besuch haben…

Das klingt jetzt erstmal, als wären WGs fruchtbar und so meine ich das gar nicht. WGs sind für Leute gut, die nicht so gerne ganz alleine sind und gerne Leute um sich haben. Wenn du mit anderen, erstmal fremden, Leuten zusammen wohnen willst, solltest du aber ein gewisses Maß an Toleranz besitzen. Umziehen in eine WG ist auf jeden Fall auch ein kleines Abenteuer.

Das Studentenwohnheim:

+ je nach Wohnheim kann es sehr preiswert sein. Es gibt aber auch richtige Nobel-Wohnheime wo man beinahe mehr bezahlt als für eine eigene Wohnung

+ Waschräume und auch Aufenthaltsräume sowie eine gemeinsame Küche stehen wie bei der WG zur Verfügung

+ man lernt ziemlich schnell neue Leute kennen weil die meisten Studentenwohnheime nicht gerade leer stehen

+ man lebt nur mit Studenten zusammen und hat wahrscheinlich kein älteres Ehepaar als direkte Nachbarn

+ es gibt gute und schlechte Wohnheime. Fragt am besten mal die Studenten, die dort schon wohnen, was sie vom entsprechenden Wohnheim halten

  • Du hast wahrscheinlich nicht mal ein eigenes Badezimmer und du musst dir die vorhandenen Badezimmer wahrscheinlich mit fast dem ganzen Flur teilen und nicht nur mit einer Hand voll Leuten.
  • Es kann sehr oft sehr laut sein. Viele Studenten auf engem Raum. Viele davon kennen sich und/oder sind befreundet. Es wird Partys und laute Musik geben. Das klingt vielleicht erst lustig und das kann es auch sein. Aber spätestens in der Klausuren Phase braucht man seine Ruhe zum Lernen. Ich kenne Studenten aus Wohnheimen, die generell nur in der Bibliothek oder bei den Eltern zu Hause lernen weil sie sich im Wohnheim nicht konzentrieren können. So schlimm und feucht fröhlich wie in American Pie ist es allerdings nicht…
  • Die anderen Studenten, gerade wenn man mit ihnen befreundet ist, können einen vom Lernen ablenken. Es ist natürlich halb so wild, wenn man an einem Abend mit den anderen einen drauf macht anstatt seine Bücher zu wälzen. Schlimm wird es, wenn man deswegen gar nicht mehr lernt
  • Wohnheime können in den unterschiedlichsten Zuständen sein. Hier in meiner Stadt soll es tatsächlich eins geben, bei dem regelmäßig der Strom oder das Wasser abgestellt wird. Nicht wegen den Studenten. Die Leitung des Wohnheims sitzt angeblich im Ausland und vergisst öfter, die Rechnungen zu bezahlen…

Für mich persönlich wäre ein Studentenwohnheim nicht das Richtige. Das heißt aber nicht, dass es für dich nicht perfekt sein kann. Es kommt immer darauf an, wie man mit etwas umgeht. Wenn du dich sowieso nicht schnell aufregst und halt einfach woanders lernst, wenn es wirklich zu laut ist, kannst du mit einem Zimmer im Wohnheim gut klar kommen und vielleicht sogar Geld sparen.

Fazit:

Wie immer kann ich niemandem sagen, was er oder sie tun sollte.Wenn du umziehen willst, wirst du selbst herausfinden müssen, wohin. Ich kann nur schildern, was einen ungefähr erwarten wird. Umziehen ist nie einfach aber wenn man sich vorher informiert, kann man viel Ärger vermeiden. Ich hoffe ich konnte euch bei der Entscheidung zum Umziehen ein bisschen helfen!

Habe ich was vergessen, hast du eine Frage oder willst was Wichtiges zum Thema loswerden? Schreib es in die Kommentare!!!

 

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