Umziehen fürs Studium
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Umziehen fürs Studium Teil 4

Pendeln oder umziehen?

Bevor man für sein Studium oder aus welchen Gründen auch immer den Wohnort wechselt, überlegt man sich meist, ob das umziehen wirklich notwendig ist. Umziehen fürs Studium kann Vor- und Nachteile haben, aber kann man den Umzug durch Pendeln verhindern?

Hier ein paar Dinge, über die man unbedingt nachdenken sollte, wenn man pendeln möchte:

  • Distanz und Strecke: wie weit ist die Uni von meinem Wohnort?
  • Kosten: 1. Was bezahle ich an meinem Wohnort und was kostet mich eine Wohnung bei der Uni? 2. Was kostet Pendeln?
  • Welche Verkehrsmittel sollen zum Pendeln verwendet werden?

Distanz und Strecke

Wie weit genau ist denn deine Uni von deinem Wohnort entfernt? Handelt es sich bei der Strecke um 15 oder 85 Kilometer? Je nach dem, woher du fahren musst, um zur Uni zu kommen, können aber auch 15 Kilometer ziemlich weit sein. Wenn du wegen Ampeln alle 3 Minuten im Stau stehst zum Beispiel. Da ist es oft leichter, über die Autobahn zu fahren, wenn es denn geht.

Schau dir am besten erst einmal genau an, woher du fahren kannst. Gibt es verschiedene Routen? Welche Vor- und Nachteile haben sie? Wie ist dein Wohnort an die öffentlichen Verkehrsmittel angeschlossen und wohin kommst du damit?

Gehen wir davon aus, du wohnst in einem kleinen Dorf 40 km vor der Stadt, in der sich deine Uni befindet. In deinem Dorf gibt es keinen Bahnhof, aber es gibt eine gute Busverbindung ins nächste Städtchen, wo es dann einen Bahnhof gibt. Weder das Städtchen noch dein Dorf sind an die Autobahn angebunden. In so einem Fall gibt es 3 Möglichkeiten. Du kannst mit dem Auto zur Uni fahren. 2 mal 40 km ca. 4 Tage die Woche. Oder du nimmst die Öffis, die die meisten Studenten in einem bestimmten Radius um die Uni kostenlos benutzen dürfen. Also zumindest den Regionalverkehr. Die brauchen mit großer Wahrscheinlichkeit aber länger als du mit dem Auto. Schau dir die Verbindung aber trotzdem an. Im Zug und im Bus kannst du auch lernen, im Auto geht das während du fährst nicht. Als letzte Alternative bleibt immer noch der Umzug.

Kosten

Was kostet dich die Wohnung an deinem bisherigen Wohnort und was würdest du für eine Wohnung bei deiner Uni bezahlen? Wenn du bisher bei deinen Eltern wohnst, ist es natürlich erst mal günstiger, zu Hause wohnen zu bleiben. Das Geld für die Wohnung muss ja auch irgendwo her kommen. Hast du aber bereits eine eigene Wohnung kann sich der Vergleich lohnen. Bezahlst du in der Stadt deiner Uni weniger für eine ähnliche Wohnung, kannst du mit dem Umzug sogar noch Geld sparen. Das ist im Studium nie eine schlechte Idee.

Dann solltest du aber auch noch darüber nachdenken, was es dich kosten würde, zu pendeln. Wenn du von deinem Wohnort mit einem Semesterticket deiner Uni um sonst und in einer akzeptablen Zeit an die Uni fahren kannst, dann bist du fein raus. Jackpot! Bleib zu Hause wohnen, fahr mit dem Bus und spar eine Menge Geld!

Wenn es bei dir kein Semesterticket gibt oder dein Wohnort nicht im Radius des Tickets liegt, schau trotzdem mal nach, was die Verbindung mit den Öffis kostet. Meist gibt es Monats- oder sogar Jahreskarten, mit denen man richtig sparen kann. Willst du aus welchen Gründen auch immer aber lieber mit dem Auto fahren, dann kannst du das natürlich auch tun. Dabei solltest du aber daran denken, dass ein Auto auch Geld kostet. Der Kauf, die Versicherung, Instandhaltung, Reparaturen und Sprit sind nur einige Dinge, wegen welchen man bei Autos richtig tief in die Tasche greifen kann. KANN. Muss nicht. Und damit sind wir dann auch schon beim wichtigsten Punkt angekommen.

Welches Verkehrsmittel?

Nachdem man sich erstmal erkundigt hat, welche Verkehrsmittel man zur Verfügung hat, muss man sich entscheiden. Willst du pendeln oder nicht? Und wenn ja, willst du lieber mit dem Auto fahren oder nicht? Es gibt auch noch die Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft. Da gibt es mittlerweile ja sogar Portale im Internet, bei denen man sich anmelden kann.

Ich finde es wichtig, dass die Entscheidung Sinn macht. Ich würde nicht mit dem Auto fahren, wenn ich in ähnlich kurzer Zeit kostenlos mit den Öffis an die Uni fahren kann. Im Endeffekt muss aber jeder wie immer selber wissen, was er will.

Pendeln muss man nämlich auch können. Ich hatte mal einen Kollegen, der 110km zur Arbeit gefahren ist. Eine Strecke. Die musste er abends logischerweise auch wieder zurück. Für die Strecke hat er 90 Minuten gebraucht, wenn kein Stau war. Es war aber meistens Stau. Nach einem Jahr hat er dann ein Haus gekauft und ist umgezogen. Ich kann ihn da wirklich gut verstehen. Da verbringt man dann jeden Tag 3 Stunden im Auto, während denen man nichts anderes machen kann. Im Zug kann man wenigstens noch was für die Uni lesen oder vorbereiten etc.

Fazit:

Ich wiederhole mich: Pendeln muss man wollen und können. Ich könnte das nicht und bin deswegen für mein Studium umgezogen. Bei mir waren es aber auch 150km und nicht nur 40km.

 

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