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Stundenplan erstellen?

Es ist alles neu, du kennst niemandem und du kennst das System nicht. Dann sollst du auch noch deinen Stundenplan für dein erstes Semester selber erstellen?

Willkommen an der Uni. Hier trägt dir niemand mehr irgendwas hinterher und du musst dich selber organisieren. Und das fängt schon an, bevor das Semester offiziell anfängt.

Wahrscheinlich war die Einschreibung an der Uni schon so kompliziert, das du dafür einen Bachelor verdient hättest. Das war bei mir nicht anders. Ich war froh als es vorbei war.

Das Semester hat bereits begonnen und du hast mittlerweile wahrscheinlich mehr oder weniger erfolgreich den Stundenplan für dein erstes Semester erstellt. Vielleicht hast du diese Erfahrung schon wieder verdrängt, aber sie bleibt nicht verschwunden. Das musst du jetzt jedes Semester machen!

Hier geht es heute um folgendes:

  • Warum muss ich meinen Stundenplan selber erstellen?
  • Welche Systeme werden dafür benutzt?
  • Welche Veranstaltungen muss ich belegen?

Warum muss ich meinen Stundenplan selber erstellen?

Wenn du dich nicht an einer privaten, sondern an einer normalen, staatlichen Universität eingeschrieben hast musst du deinen Stundenplan selber zusammen stellen. An manchen privaten Unis bekommt man einen Stundenplan ausgehändigt und muss dann nur noch zu den angegebenen Zeiten erscheinen. Klingt einfach. Ist es auch.

Private Unis sind meistens kleiner als staatliche, haben also weniger eingeschriebenen Studenten. Um diese so gut wie möglich zu organisieren, wenden Angestellte bezahlt, die die Stundenpläne erstellen.

Das ist einer der Gründe, warum es das an staatlichen Unis nicht gibt. Es kostet Geld und das ist meist knapp. Außerdem kann man es nie jedem recht machen. Auf individuelle Wünsche wie Arbeitszeiten vom Nebenjob kann dann niemand eingehen.

Der Stundenplan stellt also eine Chance für dich da, zu lernen dich zu organisieren. Du kannst so viel oder wenig belegen, wie du willst. Dafür musst du allerdings auch mit den Konsequenzen leben.

Welche Systeme werden dafür genutzt?

Welches System für die Organisation für die Studenten etabliert ist, hängt von der Universität ab. Das heißt, du kannst es dir nicht aussuchen sondern musst das System benuzen, dass die Uni vorschreibt. Meistens werden dafür Online-Portale benutzt, in die man sich einloggt und Veranstaltungen auswählt. Außerdem kann man in diesen Portalen seine Leistungsübersicht abrufen und weiß so immer, wo man gerade steht. Man kann sehen, welche Leistungen man bereits bestanden hat und welche noch abgelegt werden müssen.

Im Folgenden habe ich hier eine Liste mit ein paar häufig verwendeten Portalen:

  • LSF (Uni Heidelberg, FH Münster, TU Dortmund, FH Bielefeld)
  • JOGU-StINe (Uni Mainz)
  • Selma (TU Dresden)
  • Unisono (Uni Siegen)
  • eCampus (Uni Göttingen, Bonn, Bochum)
  • Viele Unis wie die in Düsseldorf, Berlin, München, Karlsruhe und Halle verwenden aber auch eigene Systeme für die Studienverwaltung

Welche Veranstaltungen muss ich belegen?

In diesen eben erwähnten Online-Portalen gibt kann man alle Veranstaltungen der Uni abrufen. Aber welche davon muss ich belegen?

Hier gibt es ein Zauberwort: Modulhandbuch.

Das Modulhandbuch ist ein Handbuch für einen Studiengang. Dort ist aufgelistet, welche Module es gibt und welche Veranstaltungen diesen Modulen zugeordnet werden. Es ist dort genau beschrieben, wie viele Leistungspunkte man für welches Module braucht, welche Voraussetzung für die Anmeldung für eine Veranstaltung erfüllt sein müssen, in welcher Regelmäßigkeit Module angeboten werden. Außerdem wird dort eine Empfehlung darüber abgegeben, in welchem Semester man das Modul oder den Teil eines Moduls belegen sollte. Das bedeutet, dass Studierende das Modulhandbuch auf jeden Fall zu Rate ziehen sollten, wenn sie ihren Stundenplan erstellen.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass man alles richtig macht, wenn man sich strikt an das Modulhandbuch hält. Das Modulhandbuch empfiehlt zwar, was man wann machen sollte, man kann es aber auch anders machen.
Wenn ein Modul zum Beispiel keine Vorraussetzungen in Form von anderen Modulen hat, die zuvor abgeschlossen sein müssen kann man es theoretisch schon im ersten Semester belegen.

In meinem Studiengang ist es so möglich gewesen, einige Kurse vorzuziehen sodass ich schneller fertig sein kann mit dem Studium.
Das Modulhandbuch bezieht sich nämlich auf die Regelstudienzeit des Studiengangs. Die beträgt normalerweise 6 Semester. Da ist allerdings nicht eingeplant, dass man mal eine Prüfung nicht besteht. Sobald das passiert braucht man dann länger, weil man keinen Puffer eingeplant hat.

Um einen Puffer aufzubauen, sollte man ein paar Kurse vorziehen. Eben für den Fall, dass man etwas nicht beim ersten Versuch besteht und es in einem späteren Semester wiederholen muss.

Fazit:

Es ist also gar nicht so einfach, einen Stundenplan selbst zu erstellen. Außerdem ist es wichtig, dass man gründlich darüber informiert ist. Welche Kurse muss ich wann belegen? Habe ich daran gedacht einen Puffer mit einzubauen? Und so weiter.

Im ersten Semester kennt man sich noch nicht so gut aus und probiert erst einmal vieles, bis man weiß, wie der Hase läuft. Und das ist auch völlig ok so. Wenn man sich dann auskennt, kann man sich richtig organisieren und so einen Grundstein für ein erfolgreiches Studium legen!

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