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Andere Studenten Teil 6

Kristin, 26, sind Hochschulpolitik und Feminismus wichtiger als der Abschluss

Im heutigen Beitrag möchte ich euch wieder eine meiner Kommilitoninnen vorstellen. Die Kristin. Vielleicht kennt ihr auch Studenten wie Kristin, denn ich bin mir sicher dass es solche Studis nicht nur an meiner Uni gibt.

Dann fange ich einfach mal an, denn ihr seid ja hier, weil ihr mehr über Kirstin erfahren.

Ihr Aussehen:

  • Kristin trägt gerne schwarze Kleidung oder Kleidung, die eindeutig nachhaltig hergestellt wurde
  • Dazu gehören natürlich klobige Dr. Martens Stiefel und Piercings im Gesicht oder gedehnte Ohrlöcher
  • Ihre Haare sind verhältnismäßig gepflegt und meist entweder schlicht schwarz gefärbt oder mit Henna bearbeitet. Dreadlocks sind ja leider schon seit Jahren nicht mehr angesagt
  • Kristin trägt meist wenig Make-up oder betont nur ihre Augen

Wenn man Kirstin noch nie in einem Seminar oder einer Vorlesung begegnet ist, sieht man sie meist auf in schwarz und weiß ausgedruckten Wahlplakaten für irgendeine Uni-Wahl. Universitäten verfügen meist über ein Studierendenparlament, auch StuPa genannt. Wofür das ganze gut sein soll, habe ich bis jetzt noch nicht verstanden. Es ist nur meine Meinung, aber für mich hört sich das so an, als ob es Studenten eine Ausrede gibt, die ihnen erlaubt, sich nicht auf ihr Studium zu konzentrieren…

Und da sind wir auch schon bei der Charakteristik, die Kristin am meisten ausmacht. Wenn sie denn dann doch mal an einem Seminar teilnimmt, diese ganze Arbeit für das StuPa muss ziemlich zeitaufwändig sein, dann redet sie über nichts anderes als Politik. Wenn das in einem Seminar geschieht, in dem es eben darum geht, ist das völlig in Ordnung. Kristin ist allerdings in der Lage, aus wirklich jedem Thema ein politisches zu machen. Auch wenn es augenscheinlich nichts damit zu tun hat.

Man sitzt dann da, ahnt nichts böses und vielleicht interessiert man sich wirklich für das was der Dozent gerade über die Schrift irgendeines Gelehrten erzählt und schon hört man aus dem Hintergrund so ein tuscheln. Vielleicht hört man auch das geflüsterte Wort „frauenfeindlich“.

Meistens ist das der Punkt, an dem ich mich umdrehe und böse Blicke verteile. Ich will einfach nur erfolgreich am Seminar teilnehmen damit es später leichter ist, die Klausur zu bestehen und dann sowas..

Bei Gruppenarbeiten ist es besonders furchtbar. Hier muss ich mal wieder eine Geschichte aus meiner Erfahrung herauskamen.

In besagtem Seminar das Sicht hauptsächlich mit den Schriften von zwei verschiedenen Gelehrten befasste, musste Gruppenarbeit gemacht werden. Jeder Student hasst Gruppenarbeit und die Dozenten nutzen diese als Folterinstrument. Ich war schon froh, dass ich nicht mit Kristin in einer Gruppe arbeiten musste denn nach zwei Wochen Arbeit mit den Leuten aus meiner eigenen Gruppe war ich schon genervt genug.

Die Ergebnisse der Gruppenarbeit sollten dann in der letzten Sitzung vor der Klausur vorgetragen werden. Kristin hat es mit ihrer Gruppe allerdings geschafft, aus ihrem 15 Minuten-Vortrag eine Vorlesung mit einer Länge von vollen 90 Minuten zu machen. Ich brauche hier wahrscheinlich gar nicht erwähnen, dass Kristin und ihre Gruppe völlig vom Thema abgewichen sind und wortwörtlich stundenlang über Wahlprogramme von verschiedenen Parteien referiert haben.


Das ganze endete damit, dass zwei Gruppen ihre Ergebnisse in der Sitzung vorstellen mussten, in der dann auch die Klausur geschrieben wurde. Ich empfinde das als unfair für alle Seminarteilnehmer und vor allem für die Leute, die präsentieren und die Klausur schreiben mussten.War Kirstin schuld daran? Vielleicht ein bisschen.

Manchmal frage ich mich, wie man in seinem Studium so verschiedene Prioritäten setzen kann. Ich will einfach schnell fertig werden und mich nicht ewig an der Uni aufhalten. Und ich denke doch, dass viele andere Studenten auch so denken. Man will sich ja auch mal weiter entwickeln. Sollte man annehmen. Warum Kristin wegen so etwas nutzlosem wie einem Uniparlament länger Studiert (natürlich verbunden mit Kosten, die gestimmt werden müssen) ist mir schleierhaft.

Fazit:

Ich wünsche Kristin, dass sie irgendwann aufwacht und merkt, dass sie ihre Zeit verschwendet und ihre Zeit mit anderen Dingen verbringen könnte. Natürlich will hier hier niemanden vorschreiben, wie er sein Leben zu führen hat. Ich finde nur das es sinnvolle und weniger sinnvolle Dinge gibt, die man tun kann.

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