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Die Klausuren Phase

Heute geht die Uni nach den Weihnachtsfeiern für die meisten deutschen Studenten wieder los und schon bald ist es wieder so weit. In nur einem Monat beginnt die von den meisten Studenten gefürchtete Klausuren Phase. Aber was ist das eigentlich und warum haben so viele Studenten so viel Angst davor?

Darum geht es heute genau:

  • Was ist die Klausuren Phase und was passiert währenddessen?
  • Wie hoch ist der Anfand dafür realistisch?
  • Was kann ich tun, um die Klausuren Phase so gut wie möglich zu überstehen?

Aber fangen wir erst einmal ganz am Anfang an.

Was ist die Klausuren Phase und was passiert währenddessen?

Die Klausuren Phase ist die Zeit am Ende jeden Semesters während eines Studiums, während der die Leistungen in den während des Semesters besuchten Veranstaltungen abgelegt werden.

Die meisten Studiengänge beginnen im Wintersemester, das geht von Oktober bis Anfang Februar. Während dem Semester präsentieren die Dozenten den Studenten die Inhalte und bereiten sie vielleicht sogar mit kleinen Übungen auf die Klausuren vor. Außerdem gibt es während dem Semester sogenannte Tutorien, die die Studenten besuchen können, um den Stoff noch einmal mit einem Tutor zur wiederholen.

Am Ende kommen sie aber immer. Die Klausuren. Für diejenigen unter euch, die noch nie eine Klausur an einer Uni mitgeschrieben haben, ist es vielleicht schwer sich vorzustellen, wie sowas aussieht.
Eigentlich nicht viel anders als in der Schule nur mit größerem Umfang. In der Schule schreibt man eine Klassenarbeit über Stoff, der ca. 8 Wochen lang vermittelt wurde. Die Klausuren in der Uni umfassen Stoff von mehreren Monaten, da kann schon einmal ziemlich viel zusammen kommen.

Das Problem an den Klausuren an der Uni ist, dass man so viel mehr dafür lernen muss als für die Klassenarbeiten in der Schule und der Übergang dazwischen fällt vielen Studenten schwer. Schon oft habe ich den Vergleich gehört, dass das Lernen für alle Abiturprüfungen ungefähr dem Lernen für eine Klausur an der Uni entspricht. Ob das stimmt, kann ich nicht unbedingt bestätigen, dass ist auch wieder von Person zu Person verschieden.

Natürlich schreibt man aber normalerweise nicht nur eine Klausur pro Semester, denn das würde ja bedeuten, dass man nur eine Veranstaltung belegt. Wie lange das Studium bei dem Tempo dann dauern würde, will ich mir gar nicht vorstellen oder gar ausrechnen…

Ich würde sagen, dass man pro Semester etwa 6 Klausuren schreibt. Dazu kommen dann noch eventuelle Gruppenarbeiten und Hausarbeiten, die recherchiert und ausgearbeitet werden müssen. Der große Vorteil von Hausarbeiten ist allerdings, dass man diese nicht während der Klausuren Phase schreiben muss, meistens gibt es einen individuellen Abgabetermin, der irgendwann in den Semesterferien liegt. Man muss zusätzlich zum Lernen für die Klausuren also nicht auch noch die Hausarbeit schreiben sondern kann das danach erledigen.

Und hier liegt das eigentliche Problem an der Klausuren Phase. Es handelt sich dabei um einen eher kurzen Zeitraum von ca. 2 Wochen +- ein paar Tage. Das bedeutet also, dass es vorkommen kann, dass man innerhalb von 14 Tagen 6 Klausuren schreibt. Ob diese dann eventuell sogar am gleichen Tag direkt hinter einander liegen, ist den Dozenten dabei meistens egal. Wie man es dann schafft, den Stoff zu können und nicht zu verwechseln, ist einem selbst überlassen.

Die Klausuren laufen dann ziemlich genau so ab, wie Klassenarbeiten in der Schule auch. Man sitzt in einem Raum, immer ein Platz zwischen den Studenten frei, der Dozent teilt die Blätter aus und dann geht es los.
Der einzige Unterschied sind meistens die Sanktionen bei einem Täuschungsversuch. Schummeln ist in der Uni natürlich auch nicht erlaubt sodass ein Täuschungsversuch zu mindestens dem Nicht-bestehen der Klausur und einer Verwarnung wenn nicht sogar zu Exmatrikulation, also dem Rauswurf aus der Uni, führt.

Ich persönlich habe noch nie geschummelt, auch in meiner Schulzeit nicht. Mir würde man das ansehen, weil ich nervös werden würde und deshalb lasse ich es gleich. Es gibt aber immer wieder Studenten, die es versuchen. Dabei kommt es, wie in der Schule, natürlich auch auf den Dozenten an.

Man hat aber schnell raus, bei wem man sich was erlaubt kann. Ich kenne sogar einen Dozenten, der es nicht bemerkt hat, dass einige der Studenten vorgeschriebene Zettel abgegeben haben, weil er vorher die Klausurfragen mit einem riesigen Wink mit dem Zaunpfahl verkündet hat. Ist er dann irgendwie selber Schuld.
Bei anderen Dozenten sollen die Klausuren angeblich in jedem Semester gleich sein, so etwas habe ich selber allerdings noch nie erlebt.

Ein weiterer Unterschied ist auch die Benotung. In Uni wird gilt das gleiche System, was an manchen Schulen auch im Abitur verwendet wird. Alles schlechter als 4,0 ist durchgefallen. Eine 1,0 zu bekommen ist eher schwer aber nicht ganz unmöglich, aber auch das kommt wieder auf den Dozenten an.

Wie hoch ist der Aufwand dafür realistisch?

Ich habe ja bereits den Vergleich mit den Abiturprüfungen erwähnt. Dafür hat ein jeder von uns unterschiedlich lange und intensiv gelernt und die unterschiedlichsten Ergebnisse damit erzielt. Wie genau dieser Vergleich also ist, sei mal dahin gestellt.

Es kommt natürlich auch darauf an, wann man anfängt zu lernen und wie man sich auf die einzelnen Sitzungen der Veranstaltung vor- und den vermittelten Stoff daraus nachgearbeitet hat. Wenn man das ganze Semester über gründlich vorberietet in die Uni gegangen ist und sich nach den Sitzungen seine Mitschriften noch einmal angeschaut hat, ist der Aufwand, der vor der Klausur noch betrieben werden muss, natürlich nicht so hoch, wie wenn man das alles nicht gemacht hat und dazu auch nicht zu den Sitzungen erschienen ist.

Und damit meine ich jetzt nicht, dass man eine Sitzung verpasst hat, weil man wirklich krank war. Ich meine die Studenten unter uns, die gar nicht, das ganze Semester lang nicht, zu den Veranstaltungen gehen und sich dann wundern, warum die Klausuren so schwer sind. Gibts alles, habe ich schon gesehen…

Wenn man die eben erwähnten Maßnahmen allerdings ergriffen hat, muss man den Stoff eigentlich „nur noch“ wiederholen. Man frischt die Erinnerungen auf und versucht letzte Unklarheiten zu beseitigen. Dabei mag ich es, mich kurz vor der Klausur noch mit anderen Studenten aus der jeweiligen Veranstaltung zusammen zu setzen und alles noch einmal durch zu sprechen. Dabei merkt man dann schnell, wo man noch Probleme hat und weiß so, was man sich noch einmal anschauen sollte.

Eine weitere Möglichkeit, sich auf die Klausuren vorzubereiten, ist das Bearbeiten von Alt-Klausuren. Normalerweise gibt es immer wieder Klausuren, die abfotografiert oder abgeschrieben ihren Weg in gewisse Portale im Internet oder ähnliches finden. Manchmal findet man die alten Klausuren aus vergangenen Semestern aber auch auf der Internetseite des Lehrstuhls.
Man kann also nachschauen, welche Themen und Aufgabentypen in den vergangenen Jahren häufig und in welcher Form dran kamen und sich so vorbereiten.

Was kann ich tun, um die Klausuren Phase so gut wie möglich zu überstehen?

Lernen. So einfach ist das. Wenn man nicht lernt, ist man nicht gut vorbereitet und es ist unwahrscheinlich, dass man die Klausuren bestehen wird, geschweige denn gute Noten bekommt. Viele Dozenten erwähnen gerade auch in den Veranstaltungen für Erstsemester, dass man am besten schon während den Weihnachtsferien mit den Wiederholungen für die Klausuren beginnen sollte. Viele halten das im ersten Semester noch für übertrieben. Das die Dozenten damit aber einen wichtigen Tipp gegeben haben, an den man sich besser halten sollte. Viele bemerken das aber erst zu spät. Nämlich erst dann, wenn die Klausuren Phase nicht wie erhofft von besonderem Erfolg gekrönt war.

Man sollte sich aber nicht verrückt machen. Ich habe schon oft Studenten in Klausuren in Tränen ausbrechen oder einfach ein leeres Blatt abgeben sehen und ich kann das nicht verstehen. Wenn man nicht gelernt hat, warum geht man dann überhaupt hin? Meiner Meinung nach ist es in dem Fall besser zum Arzt zu gehen, sich krank schreiben zu lassen und somit dann seinen ersten Versuch nicht zu verschenken. Man hat bei Prüfungsleistungen nämlich nur drei Versuche, um eine Klausur zu bestehen. Danach wird man für den Studiengang deutschlandweit gesperrt und muss aufhören zu studieren oder sich etwas anderes aussuchen, was man studieren will.

Was ich sagen will ist, dass man ruhig bleiben sollte. Eine verhauene Klausur ist kein Beinbruch, solange es nicht zur Gewohnheit wird. Nur die wenigsten Studenten bestehen alle Klausuren auf anhieb und es ist normal, auch mal durchzufallen.

Fazit:

Es ist ratsam, so früh wie möglich mit den Wiederholungen für die Klausuren anzufangen aber niemand ist perfekt. Man kann nicht immer alle Klausuren bestehen, schon gar nicht, wenn man mehrere kurz hintereinander schreiben muss. Macht euch also nicht verrückt, eine nicht bestandene Klausur ist nicht der Weltuntergang! Ihr schafft das schon!

 

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