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Es nervt! Chronisch pleite sein

Diese Woche geht es wieder um etwas, dass mich am Studentendasein nervt. Heute geht es um etwas, über das viele Nicht-Studenten gerne Witze machen. Nämlich das Studenten kein Geld haben und chronische pleite sind.

Hier spreche ich natürlich von Studenten, die nicht von den Eltern ausgehalten und finanziert oder sogar verwöhnt werden. Ich rede hier von den Studenten, sie sich durch Bafög und Nebenjob finanzieren. Die also so gerade eben nur über die Runden kommen. Ich musste allerdings feststellen, dass diese Studenten, zu denen ich selber auch gehöre, aussterben.

Es scheint so, als würden immer mehr Studenten von ihren Eltern komplett finanziert sodass sie gar nicht wissen, wie es ist, für Geld arbeiten zu gehen. Sie lernen gar nicht zu schätzen was es bedeutet, wenn man 3 Stunden arbeiten muss, um sich die eine neue Hose kaufen zu können. Oder 6 Stunden für einen großen Einkauf, weil der Kühlschrank mal wieder leer ist.

Was bringt das Pleite-sein mit sich?

  • kein Urlaub
  • Man sieht etwas in einem Laden und kann es nicht kaufen
  • Second-Hand Kleidung
  • Anders Nahrungsmittel kaufen

Kein Urlaub:

Urlaub ist etwas, dass sich Leute gerne ausmalen, wenn sie an die Semesterferien denken. Daran, dass Urlaub Geld kostet, denken die wenigsten. Alleine die Flugkosten sind schon unbezahlbar. Und wenn diese demnächst nicht mehr subventioniert werden, kann sich das überhaupt niemand mehr leisten.

Hotels sind dann die nächste Hürde. Meistens ist es schwierig, ein Hotelzimmer zu finden, in dem man weniger als 50 Euro pro Nacht bezahlt. Selbst wenn man etwas gefunden hat, hat man meistens nur das Frühstück inklusive. Man muss aber auch noch Mittag- und Abendessen besorgen.

Auch all-inclusive Angebote sind nicht wirklich erschwinglich. Da bezahlt man dann um die 500 Euro für eine Woche Türkei. Natürlich muss man sich dann um nichts mehr kümmern und das Essen und Trinken ist alles im Preis drin aber die 500 Euro muss man auch erstmal haben.

Ich habe daher seit Jahren keinen Urlaub mehr gebucht. Ich fahre meistens mit meiner Familie, damit ich so wenig Kosten wie möglich habe. Ich bin dankbar dafür, dass die mich immer noch mitnehmen!

Man sieht etwas in einem Laden und kann es nicht kaufen:

Wir kennen wahrscheinlich alle das Gefühl. Egal ob Student, Schüler oder Angestellter. Jedes Einkommen hat seine Grenzen aber die eines Studenten sind schneller überschritten als andere. Manchmal fragt man sich dann, warum man eigentlich in die Stadt geht. Mit meinem Einkommen, dass ich hatte bevor ich mir einen Nebenjob gesucht habe, konnte ich nicht shoppen gehen. Ich war ja ständig pleite.
Man gewöhnt es sich ab. Den ganzen Tag lang Dinge anzuschauen, die man gerne hätte aber die man nicht kaufen kann, ist deprimierend.

Wenn ich etwas wirklich gebraucht habe, dann musste ich dafür lange sparen. Mein Konto zu überziehen war keine Option. Das wollte ich mir aufheben, bis es wirklich keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Und auch wenn man eigentlich nicht mehr shoppen geht, man steht irgendwann vor dem einen Schaufenster und sieht ihn. Den Pullover, den Rucksack, das Handy oder was auch immer, dass man so gerne hätte. Und es geht nicht.

Second-Hand Kleidung:

Natürlich wollte ich, vielleicht auch weil ich eine Frau bin und kein Mann, ab und zu neue Klamotten haben. Dieses Gefühl, einen neuen Lieblingspulli zu tragen vermisst man dann doch. Wenn man pleite ist, ist das allerdings nicht so einfach.

Ich habe nach Möglichkeiten gesucht, günstig Klamotten zu kaufen und habe dabei auf eine altbekannte Methode zurück gegriffen. Kleiderkreisel.

Kleiderkreisel ist eine Internetplattform, auf der man gebrauchte Kleidung verkaufen oder tauschen kann. Ich habe dort einfach Kleidungsstücke eingestellt, dich ich nicht mehr brauchte oder die nicht mehr passten und habe sie gegen andere getauscht. Dabei bezahlt jeder nur den Versandt und bekommt ein neues Teil. Ich finde das super und bin dort sehr aktiv. Man kann wirklich eine Menge Geld spare und schafft dazu noch Platz im Kleiderschrank. Mir gefällt außerdem, dass die Kleidung, die ich nicht mehr trage, nicht einfach im Müll landet, sondern quasi eine Wiedergeburt erlebt. Jemand anders freut sich darüber und es ist nachhaltig.

Natürlich sind gebrauchte Klamotten meistens nicht aus der aktuellen Saison und man ist dadurch nicht unbedingt up to date. Aber das war mir persönlich sowieso nie wirklich wichtig.

Anders Nahrungsmittel kaufen:

Einkaufen gehen, also Lebensmittel kaufen, ändert sich natürlich auch komplett wenn man als Student chronisch pleite ist. Bewusst und aufs Geld achtend einkaufen zu gehen bedeutet aber nicht, dass man minderwertige Lebensmittel kauft. Mir ist trotzdem eine gewisse Qualität wichtig, ich kaufe keinen Schrott.

Es gibt aber ein paar ganz einfache Tricks, auf die man achten kann:

  • Produkte der Eigenmarke eines Geschäfts kaufen.
  • Produkte kaufen, die unterhalb der Augenhöhe im Regal stehen. Die sind meistes günstiger
  • Auf Angebote achten
  • Viel von einem Produkt kaufen, wenn es im Angebot ist
  • In der jeweils gegenteiligen Saison kaufen. Winterreifen sind im Sommer günstiger

Fazit:

Was mich am meisten daran stört, chronisch pleite zu sein ist, dass ich jeden Cent drei mal herumdrehe. Ich kann nicht einfach mal entscheiden, dass ich ins Kino gehe. Oder Essen mit Freunden. Im Hintergrund steht immer die Frage, ob ich mir das leisten kann. Meistens lautet die Antwort auf die Frage leider nein.

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