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Prokrastination oder „nur noch eine Folge…“

Wir kennen sie wahrscheinlich alle, die gute alte Prokrastination, auch genannt Aufschieberitis. Man muss eigentlich etwas wichtiges tun wie für die Klausur lernen, die Hausarbeit endlich zu Ende schreiben weil sie bald abgegeben werden muss oder endlich einen neuen Stromanbieter suchen.
Interessanterweise haben wir dieses Problem nur bei Dingen, die eigentlich wichtig sind. Dinge, die Enoch warten könnten, ziehen wir in solchen Momenten vor. Wie das Putzen der Wohnung oder so. Wie schaffe ich es, damit aufzuhören?

Darum geht es heute im Einzelnen:

  • Was ist Prokrastination und woher kommt das?
  • Der typische Ablauf
  • Dos and don´ts für mehr Effizienz

Was ist Prokrastination und woher kommt das?

Zuerst einmal kommt der Begriff aus dem Lateinischen und bedeutet sowas wie „auf morgen verschieben“, etwas freier übersetzt, kann es auch „langes Aufschieben von anstehenden Tätigkeiten“ bedeuten.
Damit ist eigentlich schon ziemlich genau erklärt, um was es geht. Man hat eigentlich vor, etwas bestimmtes zu tun weil man zum Beispiel ein Frist hat, die eingehalten werden muss. Oft erwischt man sich dann selber dabei, dass man denkt man hätte noch viel Zeit dafür auch wenn das nicht wahr ist.

Wer tut das?

Am häufigsten betroffen sind Menschen, die ihre Arbeitszeit selber planen müssen wie Studenten, Lehrer oder Anwälte. Menschen, die ein Problem mit Prokrastination haben, haben häufig dieses gestörte Zeitempfinden, dass sie in dem Glauben lässt, noch gut in der Zeit zu liegen.

Für die Betroffenen entsteht aufgrund der Prokrastination häufig ein großer Leidensdruck, wenn die Frist abläuft. Die Arbeit, für die man eigentlich genug Zeit gehabt hätte, muss nun in viel weniger zeit erledigt werden und das bedeutet Stress. Viele Betroffenen entwickeln als Resultat außerdem ein schlechtes Gewissen weil sie nicht früher mit der Arbeit angefangen haben.

In schlimmen Fällen wird eine Behandlung des betroffenen Menschen erforderlich. Die Universität Münster hat dazu ein paar wichtige Infos zusammengestellt, schaut doch mal vorbei.

Der typische Ablauf

  • Meistens fängt alles ganz harmlos an. Man hat eine Aufgabe, aber noch nicht wirklich Lust dazu, es ist ja auch nicht schlimm, die Abgabe ist schließlich erst in ein paar Wochen. Es kann ja nicht schaden, sich noch einen Tag auszuruhen.
    Man will eigentlich wirklich anfangen und hätte sich auch schon fast dazu durchgerungen als sich plötzlich der beste Freund oder die beste Freundin meldet weil sie etwas unternehmen will. Das kommt einem natürlich sehr entgegen. Man will ja eigentlich doch noch nicht so richtig anfangen. Es ist eine tolle Ausrede, Zeit für Freunde ist auch wichtig. Und so verschiebt sich der Beginn der Arbeit um einen weiteren Tag.

 

  • So geht es dann aber meistens leider weiter und das Leben geht erst einmal weiter. Die Aufgabe hat man irgendwann schon fast vergessen. Nur in ruhigen Momenten schleicht sie sich am Rande des Bewusstseins immer mal wieder ein. Man schiebt sie direkt bei Seite.

 

  • Jetzt reicht es, man fühlt sich faul und unzureichend und will endlich anfangen. Man liegt im Bett, schaut eine neue Serie und nimmt sich vor um 11 Uhr endlich anzufangen. Die Folge der Serie muss man natürlich noch zu Ende schauen. Dann ist die Folge zu Ende, es ist 11:03 Uhr. Mist. Jetzt muss man bis um 12 Uhr warten und kann dann erst anfangen. Man bestraft sich quasi selber für das nicht pünktliche anfangen, indem man den Anfang der Arbeit noch weiter nach hinten schiebt. Total unlogisch, aber viele tun genau das.

 

  • Die Panik. Man hat zu lange gewartet. Die Frist endet innerhalb der nächsten 2 Tage. Man wacht auf und realisiert, was man getan hat. Nichts. Wochenlang. Heulkrämpfe sind in dieser Situation keine Seltenheit aber man fängt schließlich an. Die Arbeit wird innerhalb der viel zu kurzen Zeit erledigt und man bekommt nur ein schlechtes Ergebnis. In der Uni würde das bedeuten, dass man mit einer Hausarbeit gerade so mit einer 4,0 besteht, obwohl locker eine bessere Note drin gewesen wäre, wenn man früher angefangen hätte.

 

  • Man nimmt sich vor, nie wieder so bescheuert zu sein.

Dos and don´ts für mehr Effizienz

Dos Don´ts
Sofort anfangen. Nach 72 Stunden sinkt die Chance, etwas jemals anzufangen, auf 1% Sich selbst keinen Druck machen
Arbeit in kleine Schritte aufteilen Nimm dir nicht zu viel vor!
Arbeitsfortschritt mit To-Do-Listen festhalten. Es motiviert, etwas abhaken zu wollen Nicht versuchen, perfekt zu sein. Niemand ist perfekt und das ist auch gut so
Genug Zeit einplanen Lass den unangenehmsten Teil nicht bis zum Schluss liegen.
Realistisch sein Schau während dem Arbeite nicht mal eben schnell die E-Mails an, auch mit der Freundin schreiben ist tabu sondern konzentrier dich auf deine Aufgabe!
Sich für Teilerfolge belohnen Keine Ausreden oder Entschuldigungen dulden, was getan werden muss, das muss getan werden.
Regelmäßig Pausen machen Nicht aufgeben!

Fazit:

Prokrastination kennen wahrscheinlich viele, aber nur wenige schaffen es, dagegen zu kämpfen denn es ist ein schwerer Kampf. Beispielsweise habe ich selber auch schon einmal etwas aufgeschoben, aber nie wirklich extrem. Denn dafür habe ich viel zu viel Angst vor Misserfolg, lieber fange ich früh genug an und bin ein paar Tage vor der Deadline fertig denn dann ist das Ergebnis auch besser. Lasst euch also nicht von euch selbst einreden, dass ihr faul seid oder nicht gut genug oder so. Mit der richtigen Motivation und einer guten Strategie, kann es jeder aus der Prokrastination heraus schaffen!

 

 

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