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Es nervt! Nicht fertig sein

In unserem Studium kommen wir wahrscheinlich alle früher oder später einmal oder auch mehrere Male an den Punkt, an dem wir uns einfach nur wünschen, schon fertig zu sein. Unseren Abschluss in der Tasche zu haben, sodass wir uns endlich in den Arbeitsmarkt und damit ins richtige Leben stürzen können. Und doch vergeht die Zeit einfach nicht.

Besonders in letzter Zeit, ich stehe im Moment kurz davor, meinen Bachelor abzuschließen, wünsche ich mir, dass alles schon fertig ist. Vielleicht liegt es auch ein bisschen daran, dass ich bald Geburtstag habe und wieder ein Jahr älter werde… Wer weiß…

Und darum geht es heute konkret:

  • Nicht fertig sein
  • Älter werden

 

Nicht fertig sein:

In den Semesterferien nervt es mich persönlich immer am meisten. Im Gegensatz zu vielen anderen mag ich die vorlesungsfreie Zeit nicht besonders, denn für mich fühlt sie sich an wie ein Stillstand. Als würde es nicht weiter gehen mit dem Studium. Dabei studiere ich hauptsächlich, um irgendwann damit fertig zu sein und endlich in den Beruf einsteigen zu können. Ich studiere nicht, wie manche andere, weil der Lebensstil während dem Studium mir entgegen kommt.

Natürlich ist es gut, wenn man morgens nicht früh aufstehen muss, weil die Seminare erst mittags beginnen aber das Studentenleben hat für mich auch einige Nachteile. Studenten haben wenig Geld, wenn sie nicht gerade von schwer-reichen Eltern ausgehalten werden. Und ich gehöre leider nicht zu diesen Glücklichen. Gerne würde ich darauf verzichten, mit einer sehr geringen Menge Geld auskommen zu müssen und mir auch einfach mal etwas gönnen zu können. Das kann ich so eher selten.

Umso schlimmer macht es die Tatsache, dass ich weiß wie es ist, in Vollzeit zu Arbeiten und gut zu verdienen. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum viele Studenten kein so großes Problem mit ihrer temporären Armut haben. Sie kennen es nicht anders. Ich aber schon und deshalb weiß ich auch, dass ich das Studium nur durchziehe, damit es mir danach besser geht.

Ich bin generell ein eher ungeduldiger Mensch. Das war ich immer schon und es ist natürlich über die Jahre auch besser geworden, man muss sich eben daran gewöhnen, dass man nicht immer alles sofort haben oder können kann und das bestimmte Dinge eben Zeit brauchen. Mein Studium dauert nun schon zweieinhalb Jahre. Das ist eigentlich total okay, denn ich werde innerhalb der Regelstudienzeit fertig, das schafft auch nicht jeder.

Nun studiere ich aber schon beinahe so lange, wie ich vor dem Studium gearbeitet habe und die Zeit hat sich damals wie eine Ewigkeit angefühlt. Generell scheint die Zeit einfach nur so an mir vorbei zu fliegen, seitdem ich studiere. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Zeit immer dann schneller zu vergehen scheint, wenn man etwas tut, das einem Spaß macht. Meine vorige Arbeit hat jedenfalls nicht so viel Spaß gemacht wie das Studium jetzt.

 

Älter werden:

Ja ich weiß, ich bin noch nicht unheimlich alt. Allerdings bin ich älter als viele andere, die im gleichen Semester studieren, wie ich. Eigentlich finde ich es sogar gut, älter zu sein, als die anderen. In meinem Beruf vor dem Studium war ich in der gesamten Firma die jüngste angestellte und man hat mich regelmäßig als „das Küken“ bezeichnet und mir dementsprechend wenig zugetraut. Dabei hatte ich die gleiche Ausbildung wie die anderen, nur musste ich mich eben beweisen. Das ist jetzt anders. In der Uni fragen mich die anderen jetzt um Rat.

Im Moment wird mir aber wieder bewusst, dass ich älter werde, weil mein Geburtstag immer näher rückt und ich jetzt definitiv näher an der 30 dran bin, als an der 20. An für sich ist das nicht schlimm, vor allem, wenn ich mir vor Augen halte, was ich alles schon erlebt und gemacht habe. Damit hätte man definitiv auch mehr Zeit füllen können.

Um diese Zeit des Jahres wird mir aber auch immer wieder bewusst, welche meiner Ziele ich noch nicht umgesetzt habe. Als Teenager plant man ja häufig sein Leben und diese Planung ist in den meisten Fällen nicht wirklich realistisch. Und doch denke ich immer mal wieder daran, was ich bis zu diesem Zeitpunkt geschafft oder erledigt haben wollte. Es macht mich schon ein wenig traurig, dass es noch nicht geklappt hat. Natürlich weiß ich eigentlich, dass das absoluter Blödsinn ist. Bestimmte Dinge wie das Studium brauchen eben einfach Zeit. Und man muss sich diese Zeit entweder nehmen und damit zufrieden sein oder es eben sein lassen.

Ich versuche es einfach positiv zu sehen: Je mehr Zeit vergeht, desto näher komme ich meinen Zielen!

 

Fazit:

Auch wenn wir ungeduldig sind, sollten wir uns nicht selber unter Druck setzen. Dinge brauchen Zeit, Rom wurde ja bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut. Wenn ich mir vorstelle, dass ich hier selber gerade mein Leben aufbaue denn so ist es ja, dann nehme ich mir Zeit, um es richtig zu machen. Alter ist schließlich auch nur eine Zahl.

 

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