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Tipps für Erstsemester

Weil ja auch zum Sommersemester viele ihr Studium beginnen und das Sommersemester 2019 kurz vor der Tür steht, geht es hier heute um die Ersties. In einem anderen Beitrag habe ich ja schon einmal über den typischen Erstie geschrieben, wie man ihn häufig an deutschen Unis finden kann. Den Beitrag findet ihr hier.

Heute geht es aber nicht darum, was einen Erstie ausmacht, ich habe hier ein paar nützliche Tipps für diejenigen, die ein Studium beginnen. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass die ersten Wochen an der neuen Uni nicht immer einfach sind. Alles ist neu und erscheint kompliziert, man kennt sich in den Gebäuden noch nicht so gut aus und versucht irgendwie, sich zu Recht zu finden.

Und darum geht es heute konkret:

  • Geh zur ESE
  • Knüpfe Kontakte
  • Bereite dich auf deine Kurse vor
  • Schau dir die Bibliothek an
  • Lern deine Matrikelnummer auswendig
  • Schreibe alle wichtigen Fristen auf
  • Verlass dich nicht auf andere
  • Stell keine unnötigen Fragen
  • Hab Spaß!
  1. Geh zur ESE

Dieser Tipp ist wirklich nicht zu unterschätzen. Ich habe bereits in einem vorherigen Beitrag über die ESE berichtet, hier kannst du ihn dir noch einmal ansehen. Während der ESE wird dir das meiste, was du für den Beginn deines Studiums wissen musst, erklärt. Man hilft dir mit deinem Stundenplan und zeigt dir die wichtigsten orte auf dem Campus. Meistens lernst du dort auch schon andere kennen, die das gleiche studieren wie du. Und das bringt mich auch schon zu meinem zweiten Punkt.

  1. Knüpfe Kontakte

Unterhalte dich mit anderen, niemand wird dich beißen, wenn du ihn oder sie ansprichst. Kontakte an der Uni zu haben ist wichtig, denn so kannst du zum Beispiel an Material kommen, wenn du mal eine Sitzung des Seminars verpasst hast. Man kann aber auch super zusammen lernen und sich ergänzen. Viele Freundschaften, die an der Uni begonnen werden, halten ein Leben lang. Du bist mit Menschen zusammen, die sich für ähnliche Dinge interessieren, wie du.

Alleine auf dem Campus und in den Veranstaltungen zu sein, ist nicht schön. Ich habe es bis jetzt immer so gehalten, dass ich in jedem Seminar immer mindestens eine Person kennen gelernt habe. Irgendwann kennt man dann seine Leute und trifft sich wieder. Ich habe jetzt, am Ende meines Bachelors, kaum noch eine Veranstaltung, in der ich nicht mindestens eine Person kenne. Das schafft auch Sicherheit, denn du weißt, dass du nicht alleine bist.

  1. Bereite dich auf deine Kurse vor

Es verlangt natürlich niemand von dir, dass du schon in der ersten Veranstaltung die komplette Literatur auswendig herbeten kannst, wie Hermine in „Harry Potter“. Es macht aber durchaus Sinn, sich zu informieren, um was genau es im Seminar gehen wird. Natürlich verrät der Name der Veranstaltung schon mal etwas, wenn du dir die Literatur aber ein wenig anschaust, wirst du noch mehr Infos bekommen.

Es kommt außerdem nicht gut an, wenn du so gar nicht informiert bist und es ist auch unpraktisch. In der Uni ist es nämlich nicht wie in der Schule, wo manchmal zwei Wochen zu Beginn des Schuljahres vergehen, bis wirklich mit dem Stoff angefangen wird. In der Uni geht es direkt richtig zur Sache. Niemand wartet auf dich, meist wird in der ersten Sitzung schon damit angefangen. Diese ersten Sitzungen solltest du daher auf keinen Fall verpassen.

  1. Schau dir die Bibliothek an

Wenn es während der ESE keine wirkliche Führung durch die Bibliothek der Uni gegeben hat, solltest du dich selber darum kümmern. Meistens werden ausführliche Führungen zu Beginn des jeweiligen Semesters angeboten, zu denen man sich dann anmelden kann.

Kennst du dich in der Bibliothek schon mal ein bisschen aus, wird es dir sehr viel leichter fallen, bestimmte Literatur zu finden, wenn du zum ersten Mal suchst. Noch hast du Zeit für eine Führung, wenn die Abgabefrist deiner ersten Hausarbeit kurz vor der Tür steht, ist es schon zu spät.

Wenn du dir die Bibliothek anschaust, solltest du auf jeden Fall auch direkt einen Ausweis dafür beantragen. Meistens muss der separat beantragt werden und du kannst nur mit deinem Studentenausweis keine Bücher ausleihen. Die Beantragung des Bib-Ausweises hat an meiner Uni ca. eine Woche gedauert, mach das am besten direkt, bevor du später keine Zeit für diese Frist hast.

  1. Lern deine Matrikelnummer auswendig

Deine Matrikelnummer ist an der Uni fast wichtiger als dein Name. Sie wird in Klausuren verwendet, das System in dem online die Leistungen eingetragen werden, basiert auch darauf. Ohne deine Matrikelnummer geht nichts.

Weil du sieh wahrscheinlich auf jede Klausur, auf jede Hausarbeit und in jede Email an einen Dozenten schreiben musst, macht es Sinn, sie direkt auswendig zu lernen. Dann musst du sie nicht jedes Mal nachschauen. Die Matrikelnummer bleibt dein ganzes Studium lang gleich. Sie ist daher wahrscheinlich sogar konstanter als deine Handynummer und die kannst du ja wahrscheinlich auch auswendig.

  1. Schreibe alle wichtigen Fristen auf

Falls du bisher keinen Terminkalender geführt hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen. Du alleine bist dafür verantwortlich, dass du alle Fristen, und das sind ganz schön viele, einhältst. Niemand kann sich die alle merken, deshalb solltest du sie aufschreiben. Am besten an einen Ort, wo du sie schnell nachschauen kannst, und immer dabei hast.

Ich persönlich mache doppelte Buchführung. Ich habe einen analogen Terminkalender, in den ich alle Klausuren, Anmeldungsfristen dafür und anderes eintrage. Dieses Buch schleppe ich überall mit hin. Dann habe ich aber auch einen Kalender auf meinem Smartphone, der die gleichen Informationen enthält. Damit habe ich Erinnerungen für alle Fristen erstellt, die mich rechtzeitig alarmieren.

Man vergisst trotzdem mal etwas, soviel kann ich dir sagen. DU kannst aber viel dafür tun, dass das so selten wie möglich passiert. Wenn du das nicht tust, ist es leider deine eigene Schuld.

  1. Verlass dich nicht auf andere

Niemand ist perfekt. Vielleicht nennt dir ein Kommilitone ein falsches Datum für eine Klausur, in der Gruppenarbeit ist jemand plötzlich nicht anwesend oder hat seine Aufgaben nicht erledigt, man kennt es ja. Ich habe das Gefühl, es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Es gibt aber auch die Leute, die Ersties mit Absicht einen Streich spielen, indem sie sie an einen falschen Ort schicken oder so. Das ist nicht besonders nett, wurde mit den älteren Studenten aber auch gemacht. Ihr macht das in ein paar Jahren wahrscheinlich selber mit den Ersties.

Was ich damit aber eigentlich sagen will, ist, dass du dich von Anfang an auf dich selber verlassen solltest. Deine Informationen solltest du dir von zuverlässigen Quellen besorgen. Es ist dein Studium und es interessiert niemanden, ob du dich auf den falschen Termin, den dir jemand genannt hat, verlassen hast. Du hättest die Angabe ja schließlich überprüfen können.

  1. Stell keine unnötigen Fragen

Nichts nervt ältere Studenten mehr al ein übereifriger Erstie, der die erste Sitzung des Seminars dazu nutzt, 2000 Fragen zu stellen. Vor allem dann nicht, wenn alle diese Fragen innerhalb kürzester Zeit vom Dozenten beantwortet worden wären, hätte der Erstie ihn ausreden lassen.

Es ist immer besser, erst einmal abzuwarten, was passiert. Fehlen dir am Ende der Sitzung immer noch wichtige Informationen, kannst und solltest du natürlich fragen.

Diskussionsrunden mit Dozenten werden in der Regel übrigens auch ungern gesehen. Verstrickst du den Dozent während des Seminars in eine 20 minütige Diskussion über etwas, das nur am Rande mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, dann werden sich die anderen Anwesenden nicht unbedingt darüber freuen. Wahrscheinlich bist du der einzige, der sich dafür interessiert. Es hält aber auch den Dozenten davon ab, mit seinem Stoff weiter zu machen, sodass es deshalb zu einem Rückstand kommt. Sprich deshalb lieber außerhalb des Seminars oder danach mit dem Dozenten über das, was dich interessiert, wenn es nicht viel mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

  1. Hab Spaß!

Ja, du bist an der Uni um etwas zu lernen. Ja, lernen macht nur den wenigsten Menschen Spaß. Du solltest die ersten Wochen oder gar das ganze erste Semester an der Uni nicht zu ernst nehmen. Du hast noch genug Zeit, um alles zu schaffen. In deinem ersten Semester solltest du dich erst einmal darauf konzentrieren, die Uni kennen und dein neues Leben als Student kennen zu lernen.

Damit meine ich jetzt nicht, das du jede Tag von früh bis spät nur saufen und Party machen solltest, das muss aber auch mal sein.

Fazit:

Das erste Semester an der Uni ist eine aufregende Zeit. Alles ist neu und du kennst dich noch nicht richtig aus. Kein Problem! Wenn du dich an das meiste, was ich in diesem Beitrag beschrieben habe, hältst, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen!

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