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Deadline: Fluch oder Segen?

Wir kennen es alle, wir müssen eine Arbeit für die Uni schreiben. Nun gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, wie Dozenten die Abgabe handhaben können. Entweder sie setzen eine Frist, bis zu welcher das jeweilige Schriftstück spätestens eingereicht werden muss oder sie bestimmten keine Deadline.

Wie man damit nun als Student umgeht, ist unheimlich unterschiedlich, weshalb ich finde, dass man darüber reden sollte:

Und darum geht es heute konkret:

  • Deadlines für Arbeiten haben
  • Keine Deadline für Arbeiten haben

 

Deadlines für Arbeiten haben:

Egal was für eine Arbeit man schreiben soll, ob es nur ein kurzes Essay ist oder eine lange Hausarbeit, am Ende muss man sich immer hinsetzen und die Arbeit schreiben. Niemand wird einem das abnehmen außer man bezahlt einen Ghostwriter aber das ist ein anderes Thema. Wenn man sich nicht an einem bestimmten Punkt zusammen reißt und die Phase der Prokrastination überwindet, wird man niemals an den Punkt der Abgabe kommen. Aber das ist wahrscheinlich jedem klar.

Hat man als Student für seine, sagen wir mal, Hausarbeit von seinem Dozenten freundlicherweise eine Deadline erhalten, kann man die Zeit, die man für die Hausarbeit braucht, richtig planen. Ich finde, dass das der eigentlich größte Vorteil einer Deadline ist. Man hat von Anfang an die Frist im Auge und weiß ganz genau was passiert, wenn man bis dahin nicht fertig wird.

Eine Abgabefrist zu haben, ist ein maßgeblicher Teil der Planung. Wenn man weiß, wann man fertig sein muss, kann man leicht nachrechnen, wie lange man ungefähr für die Recherche und das schreiben brauchen wird. Wenn man nicht zum ersten Mal eine Hausarbeit schreibt, kennt man im besten Fall ungefähr die eigenen Schreibgewohnheiten und kann daher die Dauer des gesamten Prozesses abschätzen.

Hat man es aber trotz einer feststehenden Frist den Beginn der Arbeit an der Hausarbeit länger hinausgezögert als man eigentlich wollte (passiert jedem, besonders, wenn einen das Thema nicht wirklich interessiert) dann kann die Deadline auch nützlich sein. In diesem Fall kann sie nämlich wie ein Wecker funktionieren. Es wird einem  plötzlich bewusst, wie lange man eigentlich schon an der Hausarbeit schreiben wollte, und wie viel man nun aufzuholen hat. Manchmal rettet einem dieser Moment buchstäblich den Arsch.

Zu der Planung einer Hausarbeit gehört aber auch, dass man die Hausarbeit und eventuelle auch in diesen Zeitraum fallende, andere Termine koordiniert.

Ich persönlich kann besser mit einer Deadline arbeiten als ohne. Mit einer definitiven Abgabefrist weiß ich genau, was ich wann tun muss und sollte ich es doch einmal vergessen, erinnert mich ein Blick in den Kalender sofort an das, was ich bis dahin hätte tun sollen. Schon oft habe ich eine Hausarbeit bereits vor der eigentlichen Abgabefrist fertiggestellt und ich habe die Arbeit dann natürlich auch schon abgegeben. Ich bin da relativ pragmatisch, was fertig ist, ist fertig. Darum muss ich mir dann jedenfalls keine Gedanken mehr machen.

 

Keine Deadline für Arbeiten haben:

Wenn der entsprechende Dozent einem für die Arbeit keinen spezifischen Abgabetermin genannt hat, sieht das schon etwas anders aus. Manchmal sagen die Dozenten sogar, dass es ihnen egal ist, ob man die Hausarbeit in einem Monat oder in 3 Jahren abgibt. Genau diese Aussage habe ich jedenfalls schon von einem Dozenten bekommen.

Das Problem daran ist, dass alle Vorteile, die eine feste Deadline bietet, damit wegfallen. Man wird nicht mehr an das erinnert, was man noch tun muss. Man hat kein schlechtes Gewissen weil man immer noch nicht angefangen hat, denn es gibt ja keine Abgabefrist.

Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, kann man versuchen, sich selbst eine Deadline für die Abgabe zu setzen. Bei mir persönlich funktioniert das leider nicht. Meistens mache ich dann bis zu meiner eigenen Deadline nämlich trotzdem nichts. Wenn meine eigene Deadline dann rum ist, rede ich mir ein, dass ich diese ja total unrealistisch gesetzt hatte und die ganze Arbeit bis dahin ja gar nicht zu bewältigen war. Dann setze ich eine neue, eigene Deadline und das Spiel geht von vorne los.

Je länger man das Arbeiten an der Hausarbeit aber aufschiebt, desto weniger vertraut ist man am Ende mit dem Thema. In der Zwischenzeit geht die Uni ja meistens weiter und man lernt neue Inhalte usw. kennen. Wenn man Pech hat, muss man sich ganz neu in das Thema einlesen. Das kostet wertvolle Zeit.

Bei der Hausarbeit ohne Deadline habe ich am Ende ca. ein halbes Jahr gebraucht, um die Hausarbeit abzugeben. Der Dozent hat dann ca. ein weiteres halbes Jahr lang vergessen, die Hausarbeit zu lesen und zu bewerten. Ich musste ihn sogar daran erinnern, sonst hätte er das vielleicht bis heute nicht getan.  Deshalb hat es aber ziemlich lange gedauert, bis ich meine Note dafür bekommen habe. Aber das war ja teilweise meine eigene Schuld.

 

Fazit:

Deadlines für Abreiten an der Uni haben Vor- und Nachteile. Wie man mit dem einen oder anderen fall umgeht, ist einem selbst überlassen. Hauptsache, man schafft es überhaupt, etwas abzugeben!

 

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