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Hausarbeiten schreiben

Heute geht es um etwas wichtiges, dass viele Studenten während ihres Studiums mit relativ großer Wahrscheinlichkeit nicht umgehen können. Hausarbeiten schreiben. Zu mindestens einem Zeitpunkt während des Studiums wird es also vorkommen, dass die Prüfungsleistung in einem Seminar keine Klausur ist, sondern eben eine Hausarbeit.

Was bedeutet es aber, eine solche Arbeit zu schreiben und was sollte man unbedingt wissen, bevor man seine erste Hausarbeit schreibt?

Und darum geht es heute konkret:

  • Die 10 wichtigsten Fakten zum Thema „Hausarbeiten schreiben“
  • Die 8 häufigsten Fehler beim Schreiben von Hausarbeiten
  • Der Grundaufbau einer Hausarbeit

 

Die 10 wichtigsten Fakten zum Thema „Hausarbeiten schreiben“:

  1. Hausarbeiten haben meistens einen Abgabetermin, der mit dem Dozenten abgesprochen ist und der unbedingt und auf jeden Fall eingehalten werden muss!
  2. Es kommt natürlich immer auch auf die Universität, den Studiengang und die Fakultät an, aber im Grunde besteht eine Hausarbeit aus ca. 12 (+- 10%) Seiten reinem Text. Das Literaturverzeichnis ist dabei nicht miteingerechnet.
  3. Für eine Hausarbeit bekommt man immer genug Zeit zur Verfügung gestellt. Man muss sie sich allerdings selber einteilen.
  4. Wenn man während der Recherche oder dem Schreiben seiner Hausarbeit wichtige Fragen hat, dann sollte man unbedingt den Dozenten fragen. Der ist nicht nur da, um die Arbeit zu benoten sondern auch dafür, euch zu helfen.
  5. Hausarbeiten sollen den Studenten immer auf das wissenschaftliche Arbeiten in einer Abschlussarbeit vorbereiten. Hier kann man wichtige Erfahrungen sammeln.
  6. Eine Hausarbeit zu schreiben fällt einem eindeutig leichter, wenn man sich für das Thema interessiert. Deshalb kann man sich das Thema meistens (im Rahmen des Seminars) selbst aussuchen.
  7. Einer jeden Hausarbeit sollte eine Forschungsfrage oder eine Hypothese zugrunde liegen, die es zu hinterfragen gilt.
  8. Die Dozenten haben nach der Abgabe der Arbeit bis zu 6 Wochen lang Zeit um diese zu korrigieren. Und die brauchen sie auch. Wahrscheinlich schreiben in dem Kurs mehrere Studenten eine solche Arbeit und der Dozent gibt wahrscheinlich mehr als nur das eine Seminar. Den Dozenten vorher zu nerven und nach einer Note zu fragen ist daher keine gute Idee.
  9. Auch Dozenten können Dinge vergessen. Das Bewerten einer Hausarbeit zum Beispiel. Wenn ein Dozent sich 6 Monate lang Zeit nimmt, um die Arbeit zu bewerten, kann und sollte man ruhig nachfragen, was da so lange dauert. Manchmal haben sie das einfach vergessen.
  10. Hausarbeiten schreiben sich nicht von alleine. Man muss sich also irgendwann hinsetzen und einfach anfangen!

 

Die 8 häufigsten Fehler beim Schreiben einer Hausarbeit:

  1. Die Hausarbeit unterschätzen: Viele Studenten denken vielleicht, dass es weniger wahrscheinlich ist, bei einer Hausarbeit durchzufallen als bei einer Klausur. Das stimmt aber nicht. Ich finde das bei einer Hausarbeit sogar noch frustrierender, weil man meist länger daran arbeitet als man für eine Klausur lernt.
  2. Falsche Zeitplanung: man denkt vielleicht, dass man wirklich viel Zeit dafür hat, die Arbeit zu schreiben und weiß noch nicht so richtig, wie lange man dafür ungefähr braucht. Und das kann einem eigentlich auch niemand sagen, denn jeder arbeitet anders. Man sollte daher den beginn mit der Arbeit nicht zu lange vor sich her schieben, auch wenn das natürlich verlockend ist.
  3. Falsche Zitation: eine falsche Zitation kann im schlimmsten Fall als Plagiat gewertet werden, was durchaus ernstere Konsequenzen nach sich ziehen kann. Im schlimmsten Fall kann man aufgrund eines Plagiats durch schluderiges Zitieren der Uni verwiesen werden. Das wäre mehr als ärgerlich und man sollte deshalb genau darauf achten, dass man richtig zitiert.
  4. Über ein Thema schreiben, dass einen nicht interessiert: Wenn man sich nicht ganz dämlich anstellt, weiß man vorher, in welchem Teil von welchem Modul man eine Hausarbeit schreiben kann. Das kann man im Modulhandbuch nachlesen. Wenn man dann ein Seminar für diesen Modulteil aussucht, sollte man etwas nehmen, für das man sich interessiert. Es gibt nichts schlimmeres, als Zeit mit der Recherche für etwas zu verbringen, dass einen nicht interessiert.
  5. Fehlende Angaben auf dem Deckballt: Das Deckblatt ist wichtig für eine Hausarbeit. Dort steht, wer wann über was bei wem geschrieben hat. Jeder kennt seinen eigenen Namen, seine Matrikelnummer, den Namen des Dozenten, der Uni und des Seminars. Alle diese Informationen können in der Regel mehr oder weniger schnell nachgelesen werden.
  6. Abschweifen vom Thema: Es ist unheimlich wichtig, sich immer das Thema der Arbeit vor Augen zu halten. Es passiert leicht, dass man sich so in die Arbeit vertieft, dass man gar nicht mehr weiß, wo man damit eigentlich hin wollte. Plötzlich schreibt man dann über etwas anderes als das, was man mit dem Dozenten abgesprochen hatte. Auch hierfür gibt es keine Entschuldigung und man sollte sich im Vorfeld irgendwo aufschreiben, worum es gehen soll.
  7. Abgabefristen verpassen: Es gibt, wie bereits erwähnt, meistens eine Frist zur Abgabe der Arbeit. Manche Dozenten wollen sogar, dass man vorher noch andere Dinge abgibt. Damit stellen sie sicher, dass man auch wirklich mit der Arbeit beginnt. Davon kann man jetzt halten was man will aber man sollte diese Fristen auf gar keinen Fall verpassen. Vergisst man doch, etwas rechtzeitig abzugeben, ist es die eigene Schuld und der Dozent kann die Leistung des betreffenden Studenten zu Recht als nicht bestanden werten. Darf man doch verspätet abgeben und sogar an der Arbeit weiter arbeiten, dass passiert das aus reiner Kulanz des Dozenten. Denn das muss er nicht gestatten.
  8. Ich-Perspektive: Nicht mal im kleinsten Nebensatz darf eine Ich-Perspektive in einer Hausarbeit verwendet werden. Dabei handelt es sich um eine wissenschaftliche Arbeit und nicht um die subjektive oder vielleicht sogar private Einschätzung des Studenten. Damit hat eine solche Schreibweise in einer Hausarbeit absolut nichts zu suchen.

 

Der Grundaufbau einer Hausarbeit:

Nachdem ich hier jetzt lang und breit über wichtige Dinge und häufige Fehler in Hausarbeiten berichtet habe, will ich jetzt aber auch noch etwas hoffentlich Nützliches beschreiben. Den Aufbau einer Hausarbeit. Der ist nämlich im Grunde immer gleich und man kann direkt damit beginnen, sich eine grobe Struktur aufzubauen, wenn man mit der Arbeit beginnt.

  1. Deckblatt
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Einleitung
  4. Methodologie (also welche Methode man verwendet/welches Prinzip der Arbeit unterliegt)
  5. Analyse
  6. Auswertung
  7. Literaturverzeichnis
  8. Plagiatserklärung
  9. Anhang

 

Hält man sich an diese Schritte, hat man bereits eine grobe Unterteilung der Arbeit, die man natürlich noch vertiefen und dem Thema anpassen kann und sollte. Bei einer Hausarbeit geht es im Grunde erst einmal um Formalitäten wie auf dem Deckblatt und im Inhaltsverzeichnis.

Danach wird in der Einleitung erklärt, was genau in der Arbeit betrachtet, untersucht oder analysiert werden soll. Wenn man das hinter sich hat, beschreibt man erst einmal das Thema und erklärt es dem Leser. Dabei sollte man davon ausgehen, dass der Leser mit dem Thema nicht vertraut ist. Man erklärt also die Charakteristika und oder Methoden und Anwendungsmöglichkeiten vom Betrachtungsgegenstand.

Erst danach beginnt man mit der Anwendung der zuerst beschriebenen Methoden. Am Ende wertet man dann die Anwendung aus und erklärt, wie das Ergebnis einzuordnen ist und gibt eventuell Vorschläge zur Verbesserung etc.

Am Schluss folgt das Literaturverzeichnis in dem alle Werke vermerkt sein müssen, auf die man sich bezieht. In der Plagiatserklärung bestätigt man, dass man die Arbeit selbstständig geschrieben hat und dass alle Quellen als solche gekennzeichnet sind und man daher nicht von jemandem abgeschrieben hat. Alle anderen Materialien wie Tabellen, Schaubilder oder ausgefüllte Fragebögen kommen danach in den Anhang.

 

Fazit:

Es erscheint erst einmal wahrscheinlich wie ein riesiger Haufen Arbeit, der auf einen zukommt, wenn man eine Hausarbeit an der Uni schreiben muss. Ich will es nicht beschönigen, es ist viel Arbeit. Man kann es aber locker schaffen, wenn man sich die Zeit gut einteilt und logisch vorgeht. Kein Meister ist je vom Himmel gefallen und das gilt auch für das Schreiben von Hausarbeiten. Ist es die erste Hausarbeit, die man schreiben muss, dann kann man das dem Dozenten ruhig sagen. Die Chance, dass er der sie dann vielleicht nachsichtiger ist oder genauer erklärt, was er eigentlich erwartet, wird damit zumindest größer.

 

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