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Spartips für Studenten – Teil 1

Ich weiß, oft reite ich hier in meinen Beiträgen auf dem Klischee herum, dass Studenten arme Schweine sind, die sich nicht viel leisten können. Woran das liegt, darüber lässt sich streiten. Ob man nun behauptet, Studenten würden ihr Geld versaufen oder für Bücher ausgeben, viel haben sie nicht. Wo kein Geld ist, da kann man auch nichts sparen oder? Wenn man nicht gerade von den Eltern verwöhnt wird, bekommt man als Student Bekannterweise Bafög oder muss sich mit einem Nebenjob irgendwie über Wasser halten. Das ist nicht immer ganz einfach und darum geht es in der neuen Mini-Serie nun um Spartips für arme Studenten.

Kauf- und Konsumverhalten allgemein: hier kann man am meisten sparen

Jedes Jahr das neue iPhone kaufen? Dazu direkt einen sehr teuren Mobilfunkvertrag? Jeden Monat in die nächste Stadt zum Shoppen fahren und auf dem Rückweg noch zum Konzert? Für Studenten nicht möglich.

Das man nicht unnötig Geld für Dinge ausgeben sollte, die man nicht braucht oder gar nicht bezahlen kann, sollte jedem klar sein. Wem das bis zu diesem Punkt nicht klar ist, sollte die Uni jetzt verlassen.

Das man allerdings oft mehr Geld für Dinge ausgibt oder sogar Gewohnheiten hat, die mit der Zeit erst ins Geld gehen, ist uns oft gar nicht so richtig bewusst. Deshalb soll es heute um die Dinge gehen, die wir, nicht nur aber auch als Studenten, wahrscheinlich dass täglich bezahlen, ohne wirklich darüber nach zu denken. Außerdem zeige ich an diesen Stellen dann, was man anders machen kann, um seine Kosten im Zaum zu halten.

1. Der Mobilfunkvertrag

Ich habe es bereits angesprochen. Handyverträge sind oft teurer, als sie sein müssten. Meistens locken die Anbieter dabei noch mit Bündelangeboten, bei denen man dann einen anscheinend guten Preis für ein Gerät und den Vertrag bekommt. Rechnet man dann aber mal aus, was man genau bezahlt, stehen einem nicht selten die Haare zu Berge.

Bevor ich mit meinem Studium angefangen habe, war ich berufstätig. Ich habe gut verdient und konnte mir einen teuren Vertagt von einem bekannten Anbieter leisten. Was ich dafür bezahlte, war mir eigentlich egal, solange alles funktionierte. Und das tat es auch. Mein damaliger Vertrag hat also 50 Euro gekostet, jeden Monat. Als ich dann mit dem Studium begonnen habe, lief dieser Vertrag immer noch. Plötzlich bekam ich kein Gehalt mehr sondern Bafög und die 50 Euro taten meinem Geldbeutel plötzlich mehr weh als sonst.

So bald es ging habe ich den Vertrag gekündigt und habe nun einen Vertrag, der nur 10 Euro kostet. Der Anbieter ist der gleiche und die Leistungen des Vertrages genügen mir völlig. Ich habe schließlich sowohl zu Hause als auch in der Uni WLAN.

Mit dieser Geschichte will ich anschaulich machen, dass man durch die Wahl eines Handyvertrages unheimlich viel Geld sparen kann. Wo ich vorher 600 Euro im Jahr bezahlt habe (das muss man sich mal vorstellen, davon kann man in den Urlaub fahren) bezahle ich jetzt nur noch 120 Euro. Die Differenz kann ich sparen und für „schlechte Zeiten“ aufheben.

2. Dinge selber machen, die man sonst kauft

Es ist so schön einfach, morgens schnell einen Kaffee zum mitnehmen zu kaufen. Man denkt gar nicht darüber nach und dann ist es plötzlich zur Gewohnheit geworden. Wie viel kostet ein Becher Kaffee? 2 Euro oder 3? Wenn man sich einmal überlegt, dass man für 3 Euro schon fast ein ganzes Päckchen Kaffee kaufen kann…

Gibt man aber jeden morgen, also 5 mal Inn der Woche, 2-3 Euro für Kaffee aus, sind das im Monat fast 60 Euro. Von 60 Euro kann man viel Kaffee kaufen und dann selber kochen.

Anstatt den Kaffee also jeden Morgen (wahrscheinlich auch noch in einem Wegwerfbehälter) zu kaufen, sollte man sich einen wiederverwendbaren Kaffeebecher kaufen, uns sich sein Aufputschmittel lieber selber vorbereiten. Das schon nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Ein anderes Beispiel hierfür ist auch Fertigessen. Eigentlich wollte ich dem Thema Nahrungsmittel einen einzelnen Beitrag widmen aber ich muss es hier auch schon einmal erwähnen. Es ist viel teurer, fertiges Essen zu kaufen, als selber frisch zu kochen. Wenn man nicht gerade im teuren Bio-Frischmarkt einkauft, bekommt man die meisten Grundnahrungsmittel (Kartoffeln, Reis, Nudeln, Käse, Eier… sehr günstig. Rechnet man die Ausgaben auf eine selber zubereitete Malzeit herunter, kostet diese so nur einen Centbetrag. Eine Fertigpizza von der bekannten Marke mit dem Arzt kostet alleine schon fast 3 Euro, satt macht sie deswegen aber trotzdem nicht unbedingt.

3. Dinge, die man absolut nicht braucht, kann man sich sparen

Im Moment ist es mein Lieblingsthema zum Meckern, auch wenn ich hier noch nicht darüber geschrieben habe. Aber ist euch einmal aufgefallen, wie viele auch noch sehr junge Frauen künstliche Fingernägel haben? Früher hat man sich solche Nägel für besondere Anlässe machen lassen, oder sich damit mal so richtig gegönnt. Heute haben viele ständig künstliche Nägel und lassen sie regelmäßig wieder auffüllen, denn die wachsen ja heraus.

Es ist so einfach, seine natürlichen Nägel sauber und gepflegt zu halten und persönlich finde ich natürliche Nägel auch noch viel schöner als diese künstlichen Krallen. Aber es ist ja nicht nur der ästhetische Aspekt, jeder findet schließlich andere Dinge schön und das ist auch gut so. Wenn die Nägel dann allerdings so lang sind, dass man damit schon fast nicht mehr richtig mit der Hand schreiben, geschweige denn auf einer Tastatur tippen kann, sollte man sich überlegen, ob es so gut ist, was man da tut.

Aber auch mit unpraktisch oder schon fast behindernden Fingernägeln muss ich schließlich auch nicht leben. Was mich allerdings schon daran interessiert ist, wie viel die Leute dafür ausgeben. Laut meinen aktuellen Informationen (hauptsächlich von Arbeitskolleginnen mit gemachten Nägeln) kostet das auffüllen um die 30 Euro und die meisten gehen spätestens alle 4 Wochen zum Auffrischen. Auch das sind fast 300 Euro im Jahr.

Vor allem finde ich erschreckend, wie viele junge Frauen künstliche Nägel haben, wenn ich bedenke, dass 30 Euro jeden Monat viel Geld ist. Das muss man erstmal haben. Natürlich kann man Prioritäten setzen und dafür an einer anderen Stelle sparen. Aber ich denke, wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, könnte man das Geld für etwas, das man schon hat unheimlich gut sparen.

Fazit:

Natürlich kann jeder sein Geld für das ausgebend as er möchte. Da du allerdings hier bist, weil du erfahren möchtest, wie du als Student am besten sparen kannst, solltest du aber genau priorisieren, für was du dein Geld ausgeben willst.
Es empfiehlt sich, zuerst einmal Peter Zwegat mäßig ein Haushaltsbuch anzulegen, damit man eine Übersicht bekommt, wie viel Geld man wofür ausgibt. Danach kann man dann entscheiden, an welchen Stellen man sparen kann und möchte.

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